Aktuell

Das Geothermie-Projekt geht weiter

27.08.2013: Der Stadtrat hat entschieden, das Geothermie-Projekt der Stadt St.Gallen weiterzuführen. Die erste Bohrphase soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

Danach wird die Bohranlage abgebaut und das Bohrloch konserviert. Die aus der ersten Projektphase gewonnenen Erkenntnisse werden Aufschluss über den weiteren Verlauf des Projekts geben. Beim Entschluss des Stadtrates handelt es sich um die Ende Juli 2013 vorgestellte Option «Informationsgewinnung und Konservierung» als Fortführung des Projekts mit Modifikationen.

Folgende Massnahmen werden nun schrittweise vorbereitet und ausgeführt:

  • Datengewinnung (Fangarbeit):
    Während der Stabilisierungsarbeiten des Bohrlochs vom 19. und 20. Juli 2013 musste eine Messsonde gekappt werden. Diese hat wichtige Daten zu den Druck- und Temperaturverhältnissen gespeichert. Diese Daten ermöglichen ein wesentlich besseres Verständnis der Ereignisse, weshalb die Messsonde mit speziellen Fangarbeiten geborgen wird.

  • Vorbereitung Produktionstest und langfristige Stabilisierung:
    Das Bohrloch wird nachgebohrt und aufgespült. Dadurch wird es vom vorübergehend eingefügten Verstopfungsmaterial befreit. Zur langfristigen Stabilisierung der letzten Bohrstrecke wird ein perforiertes (gelochtes) Rohr eingebaut.

  • Produktionstest:
    Zur optimalen Nutzung der Wärme aus der Tiefe ist eine Wasserfördermenge von 50 Litern pro Sekunde notwendig. Erst mit dem Produktionstest sind weitere Erkenntnisse über die Wasser- und Gasvorkommen im Untergrund möglich. Für den Produktionstest wird ein bei Gasvorkommen übliches Verfahren angewendet.

  • Konservierung und Analyse: Das Bohrloch wird provisorisch verschlossen, kann aber jederzeit wieder geöffnet und genutzt werden. So können die Projektverantwortlichen die Risiken, das Erschliessungskonzept sowie die finanziellen Aspekte ohne zeitlichen Druck neu beurteilen und mögliche Projektanpassungen beschliessen.

Obwohl die Druckschwankungen bei den anstehenden Bohrlocharbeiten so gering wie möglich gehalten werden, können weitere Erschütterungen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Sollten ausserordentliche Ereignisse eintreten, behält sich der Stadtrat vor, jederzeit vom geplanten Vorgehen abzuweichen und das Projekt zu stoppen.

Ausführliche Medienmitteilung vom 27. August 2013
Präsentation zur Medienkonferenz vom 27. August 2013

Für aktuelle Statusberichte besuchen Sie auch das Internet-Portal der Stadt St.Gallen.

 

Aktueller Bohrstand

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