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Fakten und Visionen diskutiert

30.05.2012: Welchen Beitrag kann die Geothermie für die Energiezukunft leisten? Wo sind Projekte entstanden und welche Erfahrungen wurden gemacht? Am 23. und 24. Mai 2012 traf sich die Fachwelt zum Wissens- und Erfahrungsaustausch beim ersten internationalen Kongress GEOTHERMIE BODENSEE.

Die erste GEOTHERMIE BODENSEE brachte rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach St.Gallen. Der Mittwochvormittag war Referaten und Diskussionen gewidmet: über die tektonischen Beschaffenheiten in Süddeutschland, Vorarlberg und der Ostschweiz; über den Wissensstand und notwendige Forschungsarbeit; über Rahmenbedingungen, die verbessert werden müssen; über die Energiestrategie des Bundes und vieles mehr. Stadtrat Fredy Brunner, Vorsteher der Technischen Betriebe, stellte als Basis und Ausgangspunkt des internationalen Kongresses das Geothermie-Projekt der Stadt St.Gallen vor. Und zeigte sich guter Dinge, dass die erste Tiefbohrung im Sittertobel noch im Jahr 2012 beginnen kann.

Am Nachmittag standen vier Foren auf dem Programm. Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentierten spezifische Fachthemen. Zur Sprache kamen die seismischen Messungen in St.Gallen und die thermischen Unregelmässigkeiten im Untergrund der Bodenseeregion, Hürden im öffentlichen Beschaffungswesen und Versicherungsfragen. Geboten wurde auch eine Übersicht über die Rechtssituation anhand von nationalen und internationalen Projekten.

Der zweite Tag lieferte Antworten auf die Frage, wie bei Energieprojekten, die nicht immer auf Akzeptanz stossen, die breite Öffentlichkeit einbezogen werden kann. Am Donnerstag, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Risikodialog veranstaltet, standen Kommunikation und Partizipation im Mittelpunkt der Diskussion. Erörtert wurden Konflikte und Spannungsfelder, die beim Ausbau erneuerbarer Energien entstehen.

Die nächste GEOTHERMIE BODENSEE wird 2013 stattfinden.

Aktueller Bohrstand

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