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Geothermie-Projekt im Thurgau startet

12.02.2013: Auch im Thurgau soll bald gebohrt werden. Die EKT und die Axpo Power AG planen, bis zum Jahr 2018 im Raum zwischen Arbon, Romanshorn und Amriswil das erste Geothermie-Heizkraftwerk zu realisieren. Die Sankt Galler Stadtwerke unterstützen die EKT bei der Planung und Umsetzung der 3D-Seismik.

Das Geothermie-Heizkraftwerk soll in Zukunft Wärme für rund 4000 Haushalte und Strom für rund 2200 Haushalte produzieren. Die Voraussetzungen sind ideal: Eine umfassende Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass die geologischen Verhältnisse im Raum zwischen Arbon, Romanshorn und Amriswil mit dem Raum St. Gallen vergleichbar sind. Wie in St.Gallen soll auch im Thurgau ein hydrothermales System entstehen. Die wasserführenden Gesteinsschichten werden in rund 3500 Metern Tiefe erwartet. Die Gesamtkosten für das Geothermie-Projekt betragen rund 100 Millionen Franken.

Ein entscheidender Schritt ist die gross angelegte 3D-Seismik, mit der ein genaues Abbild des Untergrunds erstellt wird und die möglichen Standorte für die Tiefbohrungen eruiert werden. Die bei den Tiefbohrungen in St.Gallen gewonnenen Messdaten ermöglichen, die 3D-Seismik wesentlich zu optimieren. Die öffentliche Ausschreibung läuft bis 17. März 2013, die Vergabe für den rund 8 Millionen Franken grossen Auftrag wird voraussichtlich im Mai 2013 stattfinden. Der Beginn der Messungen ist für Ende 2013 geplant.

Im Bild (v.l.n.r.): Andreas Balg (Stadtammann Arbon), Markus Schüpbach (CEO EKT Gruppe), Martin Salvisberg (Stadtammann Amriswil).

Faktenblatt «Geothermie Thurgau» (PDF)

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