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Produktionstests im Plan

22.10.2013: Seit dem 15. Oktober laufen beim Geothermieprojekt der Stadt St.Gallen die Produktionstests. Die Wasserförderung stieg zuerst zwar leicht an, erreichte aber nicht die gewünschten Mengen.

Anfänglich wurde auch kein Gas gemessen und aus der Abfackelanlage entwich lediglich der für den Wasserauftrieb eingepresste Stickstoff. Die Lärmemission war während dieser Phase hoch. Aus Rücksicht auf die Nachbarn wurde der Test in der Nacht unterbrochen.

Kontinuierlicher Gas- und Wasseraustritt
Die Projektverantwortlichen entschieden sich wie vorgesehen, eine Säuerung in zwei Etappen durchzuführen, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Diese wurde am Donnerstag und Samstag mit Erfolg durchgeführt. Zwischen und nach den Säuerungsetappen erfolgten stufenweise Fördertests, welche seit Sonntagabend eine deutlich höhere Wasserförderung sowie auch Gasaustritt zeigen. Erstmals zündete die Fackel am Freitag gegen 18 Uhr. Teilweise schoss eine bis zu zehn Meter hohe Flamme aus der Fackel. Aufgrund der Lärmentwicklung wurde die Förderung gedrosselt und der Lärm auf ein erträgliches Mass reduziert. Die geförderten Mengen an Gas und Wasser sind regelmässig und kontinuierlich. Im Moment fördert sich das Wasser ohne Stickstoffdruck an die Oberfläche.

Untergrund stabil
Die Seismizität hat sich weiter beruhigt und der Untergrund ist seit Beginn der Produktionstests stabil. Für die zu erstellende Risikoanalyse für den Betrieb sind dies wichtige Erkenntnisse. Das Auftreten von seismischen Ereignissen kann aber auch weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Nächste Schritte
Die Planung sieht vor, dass in den nächsten Tagen etappenweise weitere Fördertests ausgeführt werden. Ab Donnerstag soll dann ein mehrtägiger Produktionstest gestartet werden. Dieser dauert voraussichtlich bis Montag, 28. Oktober 2013. Um die Lärmentwicklung während dieser Zeit zu reduzieren, werden bis dahin weitere Lärmschutzmassnahmen an der Testanlage ausgeführt. Im Anschluss wird das Bohrloch verschlossen und die Testanlage abgebaut. Die Experten rechnen damit, in der ersten Novemberwoche mit dem Abzug des Bohrturms beginnen zu können. Für die Geologen beginnt dann die Zeit der Datenauswertung und Beurteilung der Produktivität der Tiefbohrung.

Herzlichen Dank
Die Projektleitung möchte an dieser Stelle explizit den Nachbarn herzlich danken für die Geduld und das Verständnis während der Bohrung sowie das Vertrauen in das Projekt.

Aktueller Bohrstand

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