Aktuell

Status Quo und nächste Schritte

27.09.2013: Anfangs September fanden diverse Fangversuche der gekappten Messsonde und dem Seil sowie nach metallischen Kleinteilen statt. Dazu war ein mehrmaliges befahren des Bohrlochs mit Ein- und Ausbau des Bohrgestänges unter Einsatz von verschiedenen Fangwerkzeugen notwendig. Es konnten rund 600 Meter Seil sowie diverse Metallteile gefangen werden. Die Fangarbeiten waren aber nur bedingt erfolgreich sowie kosten- und zeitintensiv.

Aus diesem Grund wurde entschieden, das Bohrloch mittels Fräse in der offenen Bohrlochstrecke zwischen 4000 bis rund 4450 Meter freizuräumen. Aufgrund leicht erhöhter seismischer Aktivitäten wurden vorsichtshalber die Fräsarbeiten am 16. September 2013 in einer Tiefe von 4386 Meter eingestellt. Der für eine tiefengeothermische Nutzung potenziell interessante Malmkalk ist somit aber trotzdem komplett erbohrt und freigeräumt. Messsonde und Seil konnten aber nicht respektive nicht vollständig geborgen werden und verbleiben im Bohrloch wenn sie nicht durch die Fräsarbeiten zerstört wurden.

Nächste Schritte
Nach Abschluss der Fräsarbeiten wurde die offene Bohrlochstrecke mittels Räumgarnitur nachgeräumt. Diese Arbeiten dienten der Vorbereitung für die geophysikalische Messungen (Logging). Es wurden verschiedene Parameter ermittelt, u.a. die Temperatur, welche weitere geologische Erkenntnisse liefern. Diese wichtigen Daten dienen einerseits zur Durchführung der Produktionstests und andererseits für die spätere Bewertung der Fündigkeit und Risikoanalyse.


Bis Ende September wird nun zur langfristigen Stabilisierung der letzten offenen Bohrlochstrecke im Malm zwischen 4000 und 4386 Meter wie ursprünglich geplant das perforierte Stahlrohr eingebaut. Anfangs Oktober wird direkt über dem Reservoir ein Packer mit verschliessbarem Ventil eingebaut. Anschliessend wird eine für Gas-Wasser-Produktionstests ausgelegte Anlage installiert. Sind die Tests abgeschlossen, soll das Bohrloch voraussichtlich Anfang November konserviert und die Bohranlage abgebaut werden.

Fazit

Die eigentlichen Bohrarbeiten sind abgeschlossen. Tests und Konsolidierungsarbeiten stehen nun an. Die seismische Mikroaktivität wird weiterhin genauestens überwacht und es gelten jederzeit die genannten Vorgehensweisen bei besonderen seismischen Ereignissen.

Medienmitteilung vom 27. September 2013
Präsentation zur Medienkonferenz vom 27. September 2013

Aktueller Bohrstand

4450

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