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Zweites Geothermie-Projekt geplant

14.05.2012: Auf mehr als 4000 Meter Tiefe könnte es bald auch schon in der Region Herisau-Gossau gehen. Die Axpo AG, die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG und die Sankt Galler Stadtwerke wollen als Konsortium mit einer entsprechenden Studie die Machbarkeit prüfen. Die Voraussetzungen sind vielversprechend.

Die Geothermie verfügt in der Schweiz bei den erneuerbaren Energien neben der kleinen Wasserkraft über das grösste Potenzial. Gleichzeitig haben Projekte auf diesem Gebiet in der Schweiz immer noch Pioniercharakter. Selbst das Wissen über die geologische Beschaffenheit des Untergrunds weist nach wie vor Lücken auf.

Mittel und Wissen zu bündeln und die Aufgaben gemeinsam anzugehen, ist sinnvoll. Die Axpo, die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke und die Sankt Galler Stadtwerke gehen beispielhaft voran. Sie haben ein Konsortium gebildet mit dem Ziel, eine Machbarkeitsstudie für ein Geothermie-Heizkraftwerk in der Region Herisau-Gossau auszuarbeiten. Die Wärme könnte in den Gemeinden Gossau und Herisau in neu zu erstellende Fernwärmenetze eingespeist werden.

Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Projekt sind sehr gut: Die geologischen Bedingungen in der Region Herisau-Gossau sind ähnlich erfolgversprechend wie beim Geothermie-Projekt der Stadt St. Gallen. Das geht aus den aufwendigen seismischen Messungen hervor, die im Vorfeld des Projekts gemacht wurden. Die anstehenden Tiefbohrungen im Sittertobel liefern weitere wertvolle Erkenntnisse, die in die Planung für Herisau-Gossau einfliessen werden.

Die politischen Instanzen der Gemeinden Herisau und Gossau wurden bereits über das Vorhaben informiert. Die Resultate der Machbarkeitsstudie werden für Ende 2012 erwartet. Sind diese positiv, können weitere Schritte in Erwägung gezogen werden.

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