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Tiefe Geothermie

Bild: Energie aus der Tiefe
Energie aus der Tiefe

Im Erdinnern existieren Temperaturen von bis zu 6000 Grad Celsius. In den Gesteinsschichten, die in 4000 bis 6000 Meter Tiefe liegen, liegen die Temperaturen immer noch bei 150 bis 200 Grad Celsius.

Diese «Tiefe Geothermie» kann grundsätzlich auf zwei Arten genutzt werden. Führen die Gesteinsschichten im Untergrund kein Wasser, wird das «Petrothermale System»  angewendet. Dabei wird über eine erste Bohrung Wasser mit Hochdruck in den Untergrund gepresst, sodass eine Klüftung entsteht. Über eine zweite Bohrung wird ein künstlicher Wasserkreislauf in Gang gesetzt. Dieses System, auch «Hot-Dry-Rock-Verfahren» genannt, kam beim Geothermie-Projekt in Basel zum Einsatz.

Existieren im Untergrund – wie zum Beispiel in St.Gallen – Aquifere oder wasserführende Gesteinsschichten, kann die Wärme daraus direkt genutzt werden, diese Methode wird als «Hydrothermales System» bezeichnet. Um das in den tiefen Aquiferen zirkulierende heisse Wasser zu gewinnen, braucht es ebenfalls einen Wasserkreislauf. Über eine erste Bohrung wird das Wasser an die Erdoberfläche ins Geothermie-Heizkraftwerk befördert, wo es über Wärmetauscher zur Energieerzeugung verwendet wird. Das abgekühlte Wasser wird über eine zweite Bohrung wieder in die Tiefe gepresst, sodass der Kreislauf geschlossen ist. Das von der Erde auf natürliche Weise erhitzte Wasser bildet eine nahezu unerschöpfliche Energiequelle für die Wärmegewinnung und Stromproduktion. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wird bei der Erdwärme kein Rohstoff abgebaut – die Wärme wird emissionsfrei und direkt vor Ort gewonnen. Als klimafreundliche Energiequelle hat Erdwärme deshalb ausgezeichnete langfristige Perspektiven.

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