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Überwachungsnetz aufgeschaltet

21.09.2012: Was wurde bisher umgesetzt und was ist bis zum Eintreffen der Bohranlage «Rig-23» und dem Beginn der ersten Tiefbohrung noch zu tun? Die Stadt St.Gallen informierte am Donnerstag bei einer Medienorientierung über den Stand der Dinge beim Geothermie-Projekt. Präsentiert wurde dabei auch das seismische Überwachungsnetz.

Projektstatus, Bohrkonzept, Szenarien, Risiken und weiteres Vorgehen: Stadtrat Fredy Brunner, Projektleiter Marco Huwiler und Direktor a.i. Stefan Wiemer vom Schweizerischen Erdbebendienst (SED) hatten viel über die Fortschritte beim Geothermie-Projekt zu berichten. Vorgestellt wurde bei der Medienorientierung am Donnerstag auch die Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Erdbebendienst (SED).

Der SED hat im Rahmen des Forschungsprojekts GEOBEST ein seismisches Überwachungsnetz für das  Geothermie-Projekt installiert. Damit können kleinste Erdbeben in der Region erfasst werden, die in der Regel Ausdruck der natürlichen Seismizität sind. Diese tritt auch im Grossraum St.Gallen auf, ist jedoch als gering einzustufen. Ziel der Überwachung ist abzuklären, ob Erdbeben in der Nähe der Tiefbohrungen natürlichen Ursprungs sind oder ob ein Zusammenhang besteht. Auf den Websites des Geothermie-Projekts und des SED können die seismischen Aktivitäten der letzten 90 Tage im Grossraum St.Gallen direkt mitverfolgt werden.

Das neu aufgebaute Überwachungsnetz besteht aus sechs Oberflächenstationen und einer Bohrlochstation. Vier Oberflächenstationen wurden gleichmässig auf einem Kreis mit zehn Kilometern Radius um den Bohrplatz verteilt. Zwei weitere Stationen sind im Zentrum des Kreises, im Abstand von weniger als zwei Kilometern vom Bohrplatz, aufgestellt. Sie sind in Wasserreservoirs der Gemeinden Gaiserwald, Zihlschlacht-Sitterdorf, Degersheim und Eggersriet sowie des Bezirks Schlatt-Haslen untergebracht. Die Bohrlochstation wurde auf dem Hafnersberg in der Gemeinde Gaiserwald in einer Tiefe von 205 Meter installiert.

Aktueller Bohrstand

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