ProjektProjektende

Projektende

Nach einem vielversprechenden Beginn und wunschgemässen Fortschritt musste das Geothermie-Projekt der Stadt St.Gallen aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse vorzeitig beendet werden.

Im Juli 2013 kam es beim Geothermie-Projekt der Stadt St.Gallen zu einer unerfreulichen Überraschung. Ein plötzlicher Gaseinbruch führte zu einem schnellen Druckanstieg im Bohrloch. Im Zuge der sofort eingeleiteten Gegenmassnahmen mit Einbringung von Wasser und Bohrspülung in die Bohrung zur Erhöhung des Gegendrucks kam es am 20. Juli 2013 zu einer spürbaren Erschütterung des Untergrunds.

Nachdem das Bohrloch erfolgreich gesichert wurde und die Situation nach eingehenden Untersuchungen beurteilt werden konnte, starteten im Oktober 2013 die geplanten Produktionstests. Eine Wasserführung im erschlossenen Malmkalk konnte zwar nachgewiesen werden. Mit einer kontinuierlichen Wasserförderrate von rund 5.9 l/s und Spitzen von bis zu 12 l/s lag diese jedoch weit unter dem angestrebten Zielwert von rund 50 l/s. Die prognostizierten hohen Temperaturen wurden mit über 145°C hingegen leicht übertroffen.

Nach der detaillierten Auswertung der Daten aus den Produktionstests und der Beurteilung des seismischen Risikos kam der St.Galler Stadtrat zur Entscheidung, dass Geothermie-Projekt zu beenden. Der Gaseinbruch, das erhöhte Erdbebenrisiko und die geringe Wasserförderrate machten deutlich, dass das Vorhaben wirtschaftlich und sicherheitstechnisch nicht realisiert werden kann.

Abzuklären bleibt eine mögliche Förderung des im Untergrund liegenden Gasvorkommens. Nach heutigem Kenntnisstand ist eine Förderung aus technischer und rechtlicher Sicht möglich; noch nicht abschliessend geklärt ist die Frage der Finanzierung. Ein Entscheid über das weitere Vorgehen wird bis Ende 2014 angestrebt.

Wertvolle Erkenntnisse

Die Arbeiten für das Geothermie-Projekt der Stadt St.Gallen waren nicht umsonst. Mit den Explorations- und Bohrarbeiten wurden wertvolle Informationen über den tiefen Untergrund in der Ostschweiz gesammelt. Die gewonnenen Erkenntnisse sind für zukünftige Bestrebungen in der Region und in der Schweiz von grosser Bedeutung.

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