ProjektTiefbohrungAbschluss erste Tiefbohrung

Abschluss erste Tiefbohrung

Bei den abschliessenden Arbeiten der ersten Tiefbohrung wurden die Druckschwankungen im Bohrloch so gering wie möglich gehalten. Ein seismisches Restrisiko blieb dennoch bestehen. Der Stadtrat behielt sich deshalb vor, bei ausserordentlichen Ereignissen jederzeit vom geplanten Vorgehen abzuweichen und das Projekt zu stoppen.

Phase 1: Datengewinnung

In rund 4000 Metern Tiefe lag eine Sonde, die nach dem Gas-Wasser-Austritt gekappt werden musste. Mit möglichst sanften «Fangarbeiten» wurde das Gerät, auf dem sich wichtige Messdaten befanden, zu bergen versucht. Der Datenspeicher konnte jedoch nicht geborgen werden.

Phase 2: Vorbereitung Produktionstest

In Vorbereitung auf den Produktionstest wurde das Bohrloch durch Aufspülen und Nachbohren vom Verstopfungsmaterial freigeräumt, das zur Stabilisierung des Bohrlochs eingebracht wurde. Die anschliessenden Messarbeiten – in der Fachsprache «Wireline-Logging» genannt – lieferten weitere geologische Erkenntnisse. Zur langfristigen Stabilisierung der Bohrlochstrecke im Malm wurde ein perforiertes Stahlrohr eingebaut.

Phase 3: Durchführung Produktionstest

Der Gas-Wasser-Produktionstest wurde mit einer für hohen Druck ausgelegten unter- und oberirdischen Anlage durchgeführt. Direkt über dem Reservoir (Malmkalk) wurde ein Packer mit schliessbarem Ventil eingebaut. Die seismische Überwachung stellte sicher, dass bei Unregelmässigkeiten sofort interveniert werden konnte. Noch vorhandenes Verstopfungsmaterial wurde mit einer leichten Säuerung aufgelöst und damit der Wasserzufluss verbessert.

Phase 4: Konservierung der Tiefbohrung

Im Bohrloch wurden zwei Verschlusssysteme sowie ein «Killstrang» zur allfälligen Zirkulation der Bohrspülung im Bohrloch eingebaut. Ein Manometer überwacht den Druck im Ring- und Steigraum ständig. Das konservierte Bohrloch kann durch Öffnen der Verschlusssysteme mit einer kleineren Bohranlage jederzeit nutzbar gemacht werden.

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